Protestaktion vor dem GIZ-Landesbüro

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Als Teil der Protestaktionen im Rahmen des Blockupy-Aktionstages am 17.5. in Düsseldorf protestierten wir zusammen mit anderen Aktivist_innen vor dem Landesbüro der GIZ in NRW gegen die Politik der GIZ im Globalen Süden. Diese Politik ist neo-kolonial und an den Interessen der deutschen Wirtschaft ausgerichtet, nicht an den Interessen der Menschen dort (weitere Infos auch in unserem Artikel). Durch eine Rede und Flugblätter informierten wir zahlreiche interessierte Passant_innen.

In Chiapas/Mexiko etwa führt die GIZ im Auftrag der Bundesregierung ein Projekt durch, das auf die Patentierung der „genetischen Ressourcen“ der Regenwaldregion abzielt: Die Natur und das Wissen der Bevölkerung um diese Natur sollen durch (deutsche) Konzerne ausgebeutet und der lokalen Bevölkerung geraubt werden – sogenannte „Biopiraterie“. In Chiapas und in vielen anderen Regionen der Welt leisten Menschen gegen diese Politik der GIZ Widerstand – unsere Aktion war auch ein Zeichen der Solidarität mit ihren mutigen Kämpfen.

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Eine Folge von Projekte wie dem Projekt der GIZ in Chiapas ist, dass die staatliche und paramilitärische Gewalt gegen die Zapatistas und andere widerständige Bewegungen zunimmt. So wurden etwa in der Gemeinde San Sebastián Bachajón in den letzten 12 Monaten zwei zentrale Aktivisten des lokalen Widerstands gegen aufgezwungene Großprojekte ermordet. Am 2. Mai griff außerdem eine paramilitärische Gruppe den zapatistischen Verwaltungssitz von La Realidad an. Sie ermordeten den zapatistischen Aktivist José Luis Solís López, verletzte 15 weitere Zapatistas teilweise schwer, zerstörte eine Schule, ein Krankenhaus und die Trinkwasserversorgung.

Auch gegen diese Gewalt, die mit der Politik der GIZ und der Bundesregierung in Chiapas in Verbindung steht, haben wir während der Demo protestiert. Dieses Bild haben wir zusammen mit einem Brief an die Zapatistas und unsere Compas sowie freie Medien in der ganzen Welt geschickt.

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