Alberto Patishtán ist frei!

portadaDank seiner Hartnäckigkeit und der Unterstützung, die er aus Mexiko und weltweit erhalten hat konnte der politische Gefangene Alberto Patishtán am Freitag das Gefängnis verlassen, in das er 13 Jahre aus politischen Gründen eingesperrt war. Der indigene Aktivist aus Chiapas/Mexiko war verurteilt worden, im Jahr 2000 an der Tötung von sieben Polizisten beteiligt gewesen zu sein. Auch wenn es klare Beweise für seine Unschuld gab und offensichtlich war, dass es er wegen seines politischen Engagement in seinem Heimatdorf bestraft werden sollte, wurde seine Freilassung von der mexikanischen Justiz immer wieder abgelehnt.

Während seiner Haft gründete er zusammen mit Häftlingen des Hochsicherheitsgefängnis “El Amate” in Chiapas, die Organisation “La Voz del Amate” (Die Stimme von Amate). Damit wollten sie, ihren Status als politisch Gefangene geltend machen sowie gegen die schlechten Haftbedingungen und Misshandlungen der Inhaftierten protestieren. Seit Jahren gab es in Mexiko und an vielen Orten der Welt Proteste für seine Freilassung.

Nun gab der mexikanische Präsident dem Druck nach und begnadigte Patishtán – aber, wie sein Sohn nach der Freilassung feststellte: „Mein Vater wurde nicht durch eine Begnadigung befreit, die Bevölkerung hat ihn befreit.“ Allen, die ihn in diesen Jahren unterstützt haben sprach Patishtán seinen Dank und seine Solidarität aus. „Sie wollten meinen Kampf beenden, aber er mulitplizierte sich. Sie wollten ihn verdecken und er strahlte.“ Er versprach weiter für die Rechte seines Dorfes und die Freilassung anderer politischer Gefangener zu kämpfen – während seiner Haft habe er bemerkt, dass viele Gefangene arme Indigene seien, die das rassistische und unterdrückerische mexikanische System unschuldig einsperre.

Weitere Infos:
Bericht auf Amerika21
Blog der Kampagne für seine Freilassung
Video von seiner Pressekonferenz am Freitag
Hintergrundinfo zu Alberto Patishtán